Folge 1: Wer bei Schulen spart, zahlt später doppelt – mit Kai Nopper (Zwischendurch persönlich)
Shownotes
Wer bei Schulen spart, zahlt später doppelt (These 1)
- Baubürgermeister Julius Mihm im Interview: „Eine Bauverwaltung ist kein Theorieinstitut, sie ist eine Umsetzungsmaschine“ (Schwäbische Zeitung)
- Baubürgermeister Mihm setzt auf bessere Kommunikation (Schwäbische Zeitung)
- Albert-Merglen-Schule: Für ganz viel Geld bekommt der Bodensee eine neue Kita und eine neue Schule (Schwäbische Zeitung)
- Albert-Merglen-Schule: 29,5 Millionen Euro sind bereits eingeplant, aber das wird nicht reichen (Schwäbische Zeitung)
- Umzug der Albert-Merglen-Schule in den Fallenbrunnen 18 ist besiegelt (Schwäbische Zeitung)
- Wenn die Grundschule zur Ganztagsschule wird, sollen alle etwas davon haben (Schwäbische Zeitung)
- OB legt den Räten das Sparen ans Herz (Haushaltsentwurf 2027/28) (Schwäbische Zeitung)
- SPD und Linke warnen vorm Sparen an der falschen Stelle (Schwäbische Zeitung)
Friedrichshafen darf keine Stadt nur für Gutverdienende werden (These 2)
- „Es gibt viele Menschen, die haben keine Wohnung“: Neubau-Projekt der SWG in der Paulinenstraße (Bauturbo) (Schwäbische Zeitung)
- Wohnen am Bodensee: Tausend neue Wohnungen geplant (Schwäbische Zeitung)
- Wie geht's weiter mit dem Wohnungsbau in Friedrichshafen? (Umfrage an die Listen vor der Kommunalwahl 2024) (Schwäbische Zeitung)
- 75 neue Wohnungen am Bodensee geplant, auch ein Kindergarten ist vorgesehen (Debatte um Bezahlbarkeit) (Schwäbische Zeitung)
Stadtgesellschaft braucht mehr als Straßen und Gebäude: Ehrenamt und Seehasenfest (These 3)
- „Ihr macht Friedrichshafen schön“: Der OB lobt das Seehasenfest 2026 (Schwäbische Zeitung)
- Seehasenfest 2026 mit Entenrennen, Feuerwerk und romantischer Ufernacht (Schwäbische Zeitung)
- Seehasenfest zum Jubiläum (75. Fest, 2025) mit einem Besucherrekord (Schwäbische Zeitung)
- Seehasenfest 2024: „Ein tolles und friedliches Fest“ mit 155.500 Besuchern (Schwäbische Zeitung)
Gemeinderat und Kommunalwahl 2024
- Kommunalwahl 2024: Gemeinderat rückt nach rechts, die SPD erhält fünf Sitze (Schwäbische Zeitung)
Klinikum: Aufsichtsrat Medizin Campus Bodensee und die Übergabe
- Friedrichshafen kann sich das Krankenhaus nicht mehr leisten (30.12.2025) (Schwäbische Zeitung)
- Ameos wird Klinik-Träger: Nun hängt alles von Behörden ab (Schwäbische Zeitung)
- Medizin Campus Bodensee: Landkreis soll Klinik kaufen (Schwäbische Zeitung)
Zeppelin Museum
- Sonderausstellung „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“ (22.05.2026 bis 04.04.2027) (Zeppelin Museum)
Der Song von Kai
- Das Leben ist schön von Lea (Filmmusik aus Paddington in Peru)
Wir freuen uns über jegliches Feedback und über Vorschläge für künftige Gäste. Gerne per Mail an podcast@spd-friedrichshafen.de.
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich Willkommen zu Zwischendurch Persönlich, dem Interview Podcast der SPD-Fraktion im Friedeshafene Gemeinderat.
00:00:09: Hier sprechen wir mit Menschen aus Friedeshapen und darüber hinaus die wir spannend finden ganz persönlich und mal ganz ohne Tagesordnung.
00:00:17: Mein Name ist Matthias Eckmann oder auch bekannt als Matze.
00:00:19: ich darf Fraktionsvorsitzender sein der SPD Fraktion im Gemeinderate von Friedeshafen und zum Gast sind er Ersten in dieser Folge Kai Nopper.
00:00:28: Aufgenommen haben wir die Folge am achten September Und wünsche nun ganz viel Spaß beim Hören der Folge.
00:00:35: Können wir einmal klatschen wie sonst auch?
00:00:40: Herzlich willkommen zu unserem Podcast, wo wir mit Gemeinderatsmitgliedern sprechen über aktuelle Politik in Friedrichshafen bzw.
00:00:47: über dich lieber Kai und wir sagen einmal Hallo und herzlich Willkommen zu dieser Aufnahme.
00:00:51: schön dass ihr schöne Sie eingeschalten haben und ich begrüße als Matthias Eckmann als Gemeinderat den Friedrichshafen den lieben Kai.
00:00:59: Schön das ich da sein darf!
00:01:00: Schön dass du direkt zugesagt hast.
00:01:03: Wer bist du denn?
00:01:04: Wie stellst du dich den Menschen vor, die uns vielleicht gerade zuhören.
00:01:06: Die uns zum ersten Mal zuhörden und zum ersten mal zuschauen.
00:01:09: Was sagst Du denn wenn Du Dich
00:01:10: vorstellen?
00:01:11: Ja ich bin Kai.
00:01:12: Kai Nopper.
00:01:13: Ich komme aus Friedrichshafen.
00:01:14: Bin hier geboren.
00:01:16: Born and raised in Friedrichshafen Downtown Und wenn ich mich Vorstell sage ich natürlich auch dazu was ich hier mache.
00:01:23: Ich bin Schulleiter der Gemeinschaft Schule Schreien-Esch.
00:01:25: Das ist so mein Hauptberuf.
00:01:28: Sechshundertseipzig Schüler Grundschule Weiterführende Schule bis Klasse zehn, Hauptschule, Realschule und Gymnasium in einem.
00:01:37: Und ja, genau.
00:01:40: Sehr schön!
00:01:41: Vielleicht haben wir aber einen Ticken weiter vorne an?
00:01:42: Wo bist du denn groß geworden?
00:01:44: in Friedrichshafen?
00:01:44: Also die ersten fünf Jahre in der Beethovenstraße, das ist so in der Verlängerung der neuen Heimat – das kennen vielleicht die älteren Leute an Friedrichshafen Und dann in der Löwenthalerstraße drei beziehungsweise, dieses Haus hat zwei Hausnummern.
00:02:02: Also witzig!
00:02:04: Löwenthaler Straße drei oder Eilinger Straße zehn, da kennt man das Gebäude vielleicht ein bisschen besser.
00:02:10: Das ist direkt an der Kreuzung Eilingernstraße Charlottenstraße und im Moment steht es noch, da sind glaube ich ukrainische Geflüchtete untergebracht und da bin ich im Grunde genommen.
00:02:24: von sechs bis zwanzig haben wir da im obersten Stockwerk gewohnt als Familie.
00:02:30: Das ist so dieses Eckhaus auf dieser Insel praktisch drauf, wenn man bei der Löwentau oder Führung durchfährt.
00:02:35: Genau
00:02:35: das ist eigentlich das größte Haus auf dieser insel.
00:02:38: da gab es früher noch zwei andere Häuser und die wurden aber abgerissen als die ZF des Gebäude gekauft hat.
00:02:46: und ganz früher war das mal ein Hotel, das Hotel Hecht Und später war dann unten die Landes Chiro Kasse drin eine ganz bekannte Bank.
00:02:56: Die heißt jetzt LBBW, die gibt's noch an der Galtstraße Und die nächsten zwei Stockwerke kamen Speditionen, weil da war ja der Güterbahnhof direkt gegenüber.
00:03:07: Und ganz oben waren wir.
00:03:10: Da haben wir gewohnt.
00:03:11: Ich mit meinen drei Geschwistern und Mama und Papa.
00:03:15: Wunderbar?
00:03:16: Genau!
00:03:16: Da habe ich
00:03:16: schon wieder was gelernt über die Stadtgeschichte.
00:03:17: Das finde ich auch schön an diesem Podcast dass ich nochmal lerne wo eigentlich früher auch mal was war das kenne ich alles nicht mehr.
00:03:23: aber wie ging es dann für dich weiter?
00:03:24: auf welchen Schulen warst du?
00:03:25: Ich ging dann vielleicht auch zu einem wuflicher Werdegang los.
00:03:28: Also was wolltest du früher mal werden?
00:03:30: Ja,
00:03:30: ich habe Grundschule Pesta ganz normal und konnte mal hinlaufen.
00:03:34: Dann bin ich auf die Grafsoden gegangen, hab da einen Realschulabschluss gemacht und hab dann festgestellt dass mir... ... Schule Spaß macht und bin dann hier auf die Troste-Hülsaufschule gegangen im Berufsschulzentrum.
00:03:45: Hast du ja auch gemacht, ne?
00:03:47: Nur ich hab das harte Abi gemacht als das Kochlöffel.
00:03:50: Abi nennt man das mit Ernährungslehre und Chemie.
00:03:54: EG!
00:03:54: Ja, EG.
00:03:55: Das hat er, nannte mein früher, Kochlöffel-Abitur.
00:03:59: Ernährungswissenschaftler,
00:04:01: Gymnasium.
00:04:01: Genau, mit Chemie als Hauptfahrt.
00:04:04: Und habe dann auch... Nach der Schule, nach dem Abitur hier in der Stadt mein Zivildienst gemacht bei der Arbeiterwohlfahrt beim sogenannten MSHD, Mobil- und Sozialer Hilfsdienst.
00:04:19: Und bin da mit meinem kleinen Dienstauto, in dem durfte man rauchen.
00:04:23: Das war toll!
00:04:25: Rauchend zu meiner Kundschaft gefahren und habe eingekauft und habe vorgelesen und habe Kehrwoche gemacht und hab Bodendienst für ältere und behinderte Menschen in unserer Stadt.
00:04:44: Ich würde sagen das waren die prägendsten Monate in meinem bisherigen Leben.
00:04:48: Das war, das hat mich zu dem werden lassen glaube ich was ich jetzt bin.
00:04:52: Soziales Wesen, das genau weiß wo Menschen sind die Hilfe brauchen und dass es ganz schnell und ganz einfach geht, dass man auf der anderen Seite vom Leben steht.
00:05:02: Und genau das trage ich so ganz tief in meinem Herzen.
00:05:06: und dann... Ich
00:05:07: bin schon ein Jahr lang gemacht oder?
00:05:08: Wie lange war das
00:05:08: damals?
00:05:08: Ja, das war damals glaubt dreizehn Monate war das
00:05:13: Das war Pflicht auch damals noch?
00:05:15: Ja, ich hatte
00:05:17: so richtig kreise Ersatzamt und tatsächlich wie man sich diese Musterung auch vorstellt mit dem berühmten Griff ins Allerwerteste.
00:05:27: Und ich habe dann dauerhaft gesagt also ich hab meine Verweigerungen dabei die musste man damals noch handschriftlich in drei Ausfertigungen mit dabei haben und habe eigentlich bei jeder Station immer wieder gesagt Ich verweigere, ich möchte das nicht machen.
00:05:45: Dann wurde meine Verweigerung angenommen und ich durfte dann die Wildinst machen.
00:05:51: Und hinterher bin ich auf die Chlorarchidee gekommen Jura zu studieren.
00:05:55: Ich hatte den Stipendium hier in der MTU für Betriebsangehörige.
00:06:03: die Möglichkeit, dass es einen Stipendium gibt.
00:06:07: Also eine Unterstützung so in Baföch Höhe von der Jean-Rébel-Stiftung.
00:06:13: Das war einer früherer, glaube ich, Konstrukteur oder Betriebsleiter von der MTU und diese Stiftung hat dann eben Gelder locker gemacht für Menschen, die da arbeiten, deren Kinder... Und den
00:06:27: Eltern waren bei der MTL?
00:06:28: Ja mein Papa hat dort vor forty fünf Jahren gearbeitet Und da konnte man sich dann Berufe aussuchen, die für die MTU eben wichtig sind und da war ein Diplom-Engineur Maschinenbau.
00:06:42: Das hat mich alles nicht interessiert.
00:06:44: Und Juristen?
00:06:46: Ja klar logisch, Vertragswesen solche Sachen.
00:06:49: Ich sagte Jura das passt ja auch.
00:06:51: und dann habe ich mich eingeschrieben in Konstanz und hab zwei Semester Jura studiert
00:06:57: Und bis rübergezogen oder bis gependelt?
00:06:58: Nein, ich bin gebendelt.
00:06:59: Das war wahrscheinlich auch mein Fehler warum ich und Jura keine Freunde wurden.
00:07:03: Also es war einmal auch, also es war, ich sag jetzt mal kurz trocken Es war schon, also Staatsstaatsrecht war nicht toll und Rechtsgeschichte hat auch Spaß gemacht Strafrecht war auch super interessant.
00:07:15: Aber letztlich habe ich dann schon auch irgendwann mal gemerkt das ist nicht das Richtige.
00:07:20: Ich wollte einig, das war ein Wunsch.
00:07:22: Den ich schon früh in der Schule hatte.
00:07:24: als im Gymnasium habe ja auch meine Abit-Zeitung reingeschrieben.
00:07:28: Ich will Lehrer oder Pfarrer werden und es ist dann Lehrer geworden.
00:07:33: Ja?
00:07:33: Ich bin dann an die PH nach Weingarten gegangen und hab Deutschgeschichte in Politik auf Lehramt studiert, Sekundarstufe.
00:07:39: Damals war's noch Realschule.
00:07:41: Und ja... –
00:07:42: Ich muss einmal eingreifen.
00:07:43: – Ja!
00:07:43: – Pfarrern
00:07:43: hätte es aber werden wollen.
00:07:44: Also du wolltest immer kleine Schäfchen haben auf jeden Fall….
00:07:48: Das Seelsorgerische und das Gemeinschaftliche, das hat mich schon immer interessiert.
00:07:51: Ich bin es glaube nicht der Megatheologe aber das hat mir schon immer im Interessiert und war schon immer auch gerne in der Kirche.
00:07:59: also das hat... Hat mich nie abgeschreckt wie jetzt viele meiner Bekannten die im gleichen Alter waren.
00:08:09: Aber dann halt auch.
00:08:10: ja Theologie ist halt schon ein heftiger Studium.
00:08:13: man muss immer noch drei Sprachen lernen Und da war ich dann raus.
00:08:16: Da habe ich gesagt
00:08:18: Lieber der Amt.
00:08:19: Ja, es ist ja.
00:08:21: letztlich glaube ich... mich mögen bestimmt viele Leute korrigieren aber Schulleiter und Pfarrer haben glaube viele Schnittmengen Wegen?
00:08:30: Ja, das Seelsorgerische.
00:08:32: Das Schäfchen.
00:08:35: Das Aufpassen auf andere die Gemeinschaft pflegen.
00:08:38: Ich glaube da gibt es tatsächlich viele Schnittmengen aber ich glaube, das müsste ich vielleicht mal mit Hannes Bauer besprechen.
00:08:44: Oh, das ist ja spannend!
00:08:45: Meine Ratskürliche von uns hier.
00:08:47: Also wir haben nah am Menschen auch jeden Fall.
00:08:49: Das war dir auch
00:08:49: richtig?
00:08:50: Ja genau.
00:08:51: Und warum die Fächerauswahl?
00:08:54: Da ist mein Papa dran schuld und ich habe früher schon immer mit meinem Papa Zeitung gelesen Und da kommt, glaube ich das Interesse für das politische und das geschichtliche her.
00:09:04: Ich habe immer wahnsinnig gern gelesen und bin eigentlich auch schon viel in meiner Jugend im Max-Grünberg Haus gewesen.
00:09:13: Da war damals die Bücherei und es war so meine zweite Heimat – da war ich viel!
00:09:17: Und dann war für mich klar, ich möchte auch Deutsch machen.
00:09:21: Für einen ordentlichen Lehrer, das war so meine Ansicht muss es ein Hauptfach sein und da gehe ich dann auch wieder.
00:09:25: in der Ausschlusstheorie.
00:09:27: Mathe war ich nie so die Leuchte und Englisch weiß auch schon okay aber ich wollte einfach dann auch ein Hauptfach haben dass mir liegt.
00:09:36: und dann habe ich Deutsch gewählt und bin immer noch fröhlich mit meiner Fächerwahl.
00:09:41: Ich hab leider im Moment im Berufsalltag wenig Möglichkeiten zu unterrichten.
00:09:46: Aber damals konntest du frei auswählen, was du schmielen möchtest.
00:09:49: Das Fächerauswahl war
00:09:50: dir überlassen?
00:09:50: Ja das war damals noch so dass man das frei aus wählen konnte.
00:09:53: Es gab auch Leute.
00:09:54: also mein bester Studienfreund hat drei Nebenfächer.
00:09:57: Das ging damals auch
00:09:58: gar kein Problem.
00:09:59: Geht
00:09:59: heutzutage nicht mehr und ist
00:10:00: nur der... Heute muss man ... Also das hat sich mehrfach geändert aber ich glaube heute Nee, Quatsch!
00:10:07: Man darf wieder zwei Nebenfächer studieren.
00:10:10: Ich habe tatsächlich jetzt jemanden da gehabt den habe ich beraten und hab gesagt nehmen Hauptfach wechsel zu Deutsch.
00:10:17: Das man hat als Klassenlehrer einfach ein bisschen mehr Zugriff wenn man das Hauptfach und noch zwei Nebenfläche in der Klasse drin hat dann hat man sechs bis acht Stunden in der klasse drin und hat einfach einen viel tieferen Bezug als wenn man nur vier oder zwei oder weniger stunden drin ist.
00:10:34: Genau.
00:10:35: Spannend Und wie lange hast du studiert?
00:10:37: Wie viele Semester waren es dann?
00:10:38: Ja, das waren schon einige.
00:10:39: Also ich habe tatsächlich die Unterstützung von meinem Papa bekommen und Kindergeld bekommen und immer auch noch ein Taschengeld war aber schon auch so, ich wollte es selber finanzieren und habe das immer mit ein paar Finanzspritzen natürlich von Papa eigentlich selber finanziert.
00:10:57: Und hab dann auch einige Arbeitssemester eingelegt.
00:10:59: insgesamt habe ich dreizehn Semester gebraucht.
00:11:01: Das ist ein bisschen mehr als man jetzt normal braucht.
00:11:04: Wie
00:11:04: viel wären's gewesen?
00:11:06: Ich glaube Regelstudienzeit sind zehn ja mit drei Fächern.
00:11:10: Und dann haben wir noch Praktikum.
00:11:12: oder was muss man nachmachen immer noch?
00:11:14: Ja, das ist auch mal nochmal da so... Das Praktikum war damals immer im Semester integriert, also es gibt kein richtiges Praktikumsemester.
00:11:22: Aber ja das waren letztlich dann dreizehn Semester.
00:11:25: aber ich möchte die Zeit gar nicht missen weil ich in Urlaubsemestern hier den Häflerbetrieben gearbeitet habe.
00:11:31: Ich weiß, wie es in der Härterei ist.
00:11:34: Ich weiß wie sie in einer Gelenkwelle sind oder wo?
00:11:36: In der ZF, ja.
00:11:37: Also die Härterei ist genau in der Zf.
00:11:40: Ich weiss, wie sie an der Gelenkkwelle ist.
00:11:41: Das ist eine Abteilung in der MTU.
00:11:44: Was ist das?
00:11:44: Die Gelenckwelle.
00:11:45: Es ist eine Apteilung unter MTU-Lowissen was das ist und das ist halt so.
00:11:50: ich glaube... Im Volksmund ist das so die härteste Abteilung.
00:11:54: Man sagt immer, die Härterei da muss scheiß und da stinkts und was weiß ich?
00:11:58: Und in der Gelenkwelle ist es glaube ich ähnlich.
00:12:02: Das F ist immer die Hölle Acht oder?
00:12:03: Ja ja.
00:12:04: Ist das gleiche?
00:12:06: Dann hatte dann in den letzten Semestern ein schönen Job im Versand im MTU.
00:12:14: Da war ich auch mehrfach und da war's richtig tolles Team.
00:12:20: Da lernt man Menschen kennen und deshalb, also die Arbeit ist mir nie schwergefallen.
00:12:25: Das habe ich immer gern gemacht.
00:12:27: Das Tolle und Entscheine war eigentlich immer die Leute, die ich da kennengelernt hab.
00:12:31: Die Geschichten, die die die mir da erzählt haben.
00:12:33: das war eigentlich so auch mein Interesse.
00:12:35: Natürlich habe ich das Geld gebraucht.
00:12:36: Also ich musste Miete zahlen.
00:12:37: Ich hatte einen tollen Fiat Panda rot.
00:12:41: in dem habe ich auch mal geraucht ja klar Weil ich meinen Kindern erzählt, dass das damals nichts Ungewöhnliches war und heute... Also natürlich ist rauchen total drof und ungesund.
00:12:52: Und ich tue es auch nicht mehr aber...
00:12:55: Ich dachte gerade weil ich sehe dich selten rauch oder nie eigentlich oder?
00:12:58: Nee!
00:12:59: Ist ja auch eklig und schmeckt nicht und stinkt und macht krank und steuer und so.
00:13:03: Hast du recht?
00:13:04: Ja.
00:13:05: Aber du hast es durchgezogen dein Studium?
00:13:07: Ja und bin dann in den Vorbereitungsdienst gekommen.
00:13:11: Das
00:13:11: ist
00:13:12: das Jahr
00:13:13: oder eineinhalb Jahre?
00:13:14: Referentariats,
00:13:15: wenn man auch im Volksmund dazu sind.
00:13:17: anderthalb Jahre beginnt immer am ersten Februar und geht dann bis zum Schuljahresende des darauf folgenden Schuljahrs.
00:13:24: Und habt ihr es dann in Bad Schussenried gemacht?
00:13:26: weil wir damals also ich musste nach Weingarten ziehen irgendwann mal vor fünf Jahren und war ja weg vom Hafen schrecklich.
00:13:35: Und das bin dann nach Bad Schosenried.
00:13:38: und nach dem Jahr bin ich an meine erste Dienststelle, nach Sigmaringen.
00:13:44: An die Theodor-Häus-Realschule.
00:13:46: ganz tolle Schule hatten damals schon vor zwanzig Jahren einen sechzig Minuten Takt.
00:13:50: also viele tolle neue Ideen war da ein Jahr und habe dann eine feste verbeamtete Stelle nochmal in Bad Schussenried bekommen.
00:13:57: Drei Jahre, doch?
00:13:58: Das konnte man nicht aussuchen damals oder wurde zugeteilt?
00:14:00: Ja das war gerade so die Zeit wo der Übergang war wo man sich Stellen aussuchen konnte.
00:14:06: also es gab so zwanzig Prozent der Stellen wurden ausgeschrieben nennt sich das Und da konnte man sich darauf bewerben und ich hatte dann nach dem Jahr in Sigmaringen die Möglichkeit, mich an meiner alten Refschule zu bewerbern.
00:14:18: Die wollten mich wieder haben und war dann da die nächsten drei Jahre und hab da eigentlich tolle Erlebnisse im Oberland, im Oberschwebischen gehabt.
00:14:28: Hab da auch immer noch einen leichten Hang zum Dialekt.
00:14:32: Zum Schwäbischen das höre ich dann immer als ich erkennen Leute um den Federsee wohnen an ihrem Dialekt.
00:14:39: Gibt's was mit der Lautverschiebung, die da nicht funktioniert hat?
00:14:41: Das ist ähnlich wie die Schweizer.
00:14:43: Gibt es im Federsee ein paar Dörfer ... Die sagen immer noch zum Haus – Nicht-Haus!
00:14:52: Das ist die Lautverschiwung des AU.
00:14:54: Sondern sie sagen Hues oder Hüß sowie die Schweitzer.
00:14:58: Statt Haussagen...
00:14:59: Ja ja und das ist die laut Verschiebungen.
00:15:01: Die hat irgendwann mal mittelalter Stadt gefunden.
00:15:03: Das haben die nicht.
00:15:04: Und jetzt höre ich sofort.
00:15:05: Ich kann sofort sagen aus welchem Dorf die kommen.
00:15:09: Also ganz tolle Erlebnisse da und dann habe ich aber gesagt, ich muss wieder heim.
00:15:13: Warum?
00:15:18: In Bad Schussendrich war es echt toll!
00:15:22: Aber die waren mir zu brav.
00:15:23: also ich wollte... Es gibt ja Lehrer, die unterrichten Fächer und es gibt Lehrer die unterrichten Kinder.
00:15:30: Es gibt auch sicherlich Leute, die machen beide sich, möchte jetzt da niemanden irgendwie Ja, beschädigen oder so.
00:15:37: Aber ich wollte immer Kinder unterrichten.
00:15:40: Ich wollte immer Pädagoges sein und das Fach war für mich immer zweitrangig.
00:15:49: Für mich war es immer wichtig mit den Kindern in Kontakt zu kommen und Kinder zu verstehen und richtig zum Lernen zu animieren.
00:15:56: gehört so viel dazu außer vorne stehen und an die Tafel zu schreiben?
00:16:00: sondern da gehört dazu dass man sich drauf einlässt dass man die Geschichten der Kinder anhört, das man weiß wer sie sind.
00:16:08: Dass man weiß wie er die Eltern sind, dass man vielleicht einmal die Kinder zu Hause besucht.
00:16:12: und wir haben uns ja irgendwann mal getroffen Matze.
00:16:15: Richtig!
00:16:15: Aber das war schon ein Erfriedeshafen.
00:16:17: Genau aber das war der Grund warum ich von Schussenried weg wollte weil Schussenrid oberschwäbische Idylle tatsächlich damals noch.
00:16:25: Ich weiss nicht ob es heute auch noch so ist aber da waren super brave Kinder Super wenig Kinder, die irgendwie gegen den Strom geschwommen sind.
00:16:36: Also keine Punks.
00:16:39: Keine Leute, die Blödsinn gemacht haben und...
00:16:43: Aber dir langweilig!
00:16:46: Mir fällt schwer einen anderen Begriff zu finden ja.
00:16:50: Tatsächlich war es so dass ich eine andere Herausforderung auch gebraucht habe Und im
00:16:56: Hafen war es wilder?
00:16:57: Ja, ich kannte ja die Stadt und ich hatte ja Praktikum auch an Kraftsoden gemacht.
00:17:03: Ich wusste ja dass meine alte Schule die Kraftsode eine tolle Durchmischung hat.
00:17:11: also das da Kinder aus aller Herrenländer sind weil unsere Stadt einfach ja eine Zutugstadt ist.
00:17:16: Da ist viel Migration da und wir brauchen diese Menschen hier.
00:17:18: auch hatte ja selber eine Klasse, wo ... darf man heute nicht mehr sagen.
00:17:23: Jugos und Türken und Ausländer waren, es war früher so der Duktus.
00:17:29: Und heut wird man das nicht mehr gesagt.
00:17:31: Heute sind einfach Kinder mit Migrationshintergrund und ich wollte da, ich wollte wieder genau dahin.
00:17:38: Ich habe dann drei Monate Anpassungsschmerz gehabt unter anderem auch in der Klasse neben Dusar-Schmatze.
00:17:44: Wann
00:17:45: war das denn?
00:17:45: Das muss ja... Jahrzehntein.
00:17:47: Jahrzehn?
00:17:48: Ja, im Jahrzehrzehnten
00:17:53: war das erste Schuljahr an der Grafsoden.
00:17:55: Und du bist dann an deine alte Schule gestritten?
00:17:57: Ich bin da in meiner Kühle.
00:17:59: Genau und ich hatte viele tolle Lehrer auch wieder gesehen.
00:18:03: Herr Öttl zum Beispiel den kennst Du vielleicht noch.
00:18:05: Der war
00:18:06: dein Lehrer auch?
00:18:06: Er war mein Mathe-Lehrer und er war dann meinen Kollege und da habe ich einfach tolle Leute, tolle Lehrern getroffen und natürlich auch tolle Schülerschaft hochkreativ eine wunderbare Schule, die ich dann nach dem Weggang des damaligen Schulleiters Bernhard Reutemann, den ich sehr verehrte und von dem ich viel gelernt habe durfte dann mit Ihres Engelmann der jetzigen Schuleiterin diese Schule zu einer Gemeinschaftsschule umbauen.
00:18:37: Das hat Riesenspaß gemacht!
00:18:41: Ja, dann durfte ich Konrektor dort werden und noch mehr Verantwortung übernehmen.
00:18:46: War relativ schnell auch oder?
00:18:47: Ja also das war so... Ich habe einfach Bock auf Arbeiten gehabt, ich hab Bock auf Schuleentwicklung gehabt.
00:18:54: Ich wollte die Schule weiter voranbringen dass die Schüler einfach ja noch besser gefördert werden weil Bei uns in der Stadt war es einfach auch schon so, dass wir gemerkt haben die Kinder, die bei uns sind.
00:19:08: Die haben einfach manchmal ein Handicap ja?
00:19:10: Das ist der Name auf Bewerbungen.
00:19:14: und dieses Handicab wollten wir einfach auch indem sie super gut gebildet mit tollen Abschüssen rauslaufen und den Namen nicht mehr entscheidet sondern das Zeugnis.
00:19:25: Und da ist ein bisschen Bildungsgerechtigkeit und dafür sind wir einfach angetreten.
00:19:29: Tolle Dinge erlebt an der Grafsoden und ganz tief in meinem Herzen.
00:19:34: Und wir hatten dann auch noch ein neues Schulgebäude, das man beziehen durften.
00:19:38: Ein wunderbares Team damals – es ist auch heute noch ein tolles Team – sind jetzt Gemeinschaftsschule mit Oberstufe.
00:19:44: Sie hat sich nochmal toll weiterentwickelt!
00:19:47: Tatsächlich war das Ziel von Iris Engelmann und mir immer die Kinder, die an die Grafsoten gehen müssen, die Möglichkeit haben da Abitur zu machen Weil wir einfach fünfzig Prozent unserer Kinder nach Klasse zehn auf die beruflichen Gymnasien geschickt haben.
00:20:01: Und dann kam eins zum anderen, dann gab's zwutausend elf eine neue Landesregierung Einführung der Gemeinschaftsschule und dann habe ich gesagt ja klar...
00:20:08: Ihr wart einer der ersten in Baden-Württemberg oder?
00:20:11: Ja also wir waren in der sogenannten dritten Tranche als es gab schon zwei Jahrgänge vor uns.
00:20:16: das war unser Glück weil wir einfach schon ein bisschen bei den anderen Spickeln konnten.
00:20:20: Aber in Friedrichshafen noch nicht?
00:20:21: In Friedrichshafen gab es tatsächlich nein, die Schreien-Ash meine jetzige Schule und die Kraftsoden haben hier gemeinsam dann angefangen genau und auch Tätnern, die haben auch gleichzeitig angefangen.
00:20:33: also hier so im Bodenseekreis waren wir dann alles auf dem gleichen Stand und dann haben wir Gemeinschaftsschule gemacht alle drei Niveau Stufen alle in einem Zimmer mit neuen Lernformen.
00:20:46: super spannend.
00:20:47: Das habe ich nicht mehr erlebt, leider.
00:20:49: Da war ich ja dann auch schon weg wieder und bin dann noch an eine andere Schule gegangen.
00:20:51: aber dich jetzt hat er auch weitergezogen.
00:20:53: du wolltest auch nochmal in einer anderen Schule?
00:20:55: Ja also klar ist natürlich ein Team in der Schulleitung da gibt es einen Schulleiter und da gibt's einen Stellvertreter und das ist natürlich ganz klar dass ich dann auch irgendwann mal eigene Ideen hab die dann auch selber umsetzen möchte Einfach so, dass ich Lust hatte auch selber Schulleiter zu sein und für mich war aber immer klar das kann nicht nur hier in der Stadt sein.
00:21:21: Ich möchte die Stadt nicht verlassen weil ich bin einfach von hier und möchte nicht woanders arbeiten Und dann ist mein Vorgänger Flux nach Südamerika als Schulleitor gegangen und dann war die Stelle frei und dann...
00:21:38: Dann bewirbt man sich da?
00:21:39: Bin ich zu ihrer Sorge Mann gegangen habe gesagt Ich gehe und das fand die gar nicht witzig, glaube ich.
00:21:45: Aber für mich war klar, ich möchte das machen ja.
00:21:47: Und immer noch jetzt bin ich im zehnten Schuljahr.
00:21:53: Die Zeit verrinnt unter den Händen.
00:21:56: Das merken wahrscheinlich Leute auch in meinem Alter.
00:21:58: Ich bin jetzt einundfünfzig, die Zeit verinnt bald im zehnten Jahr oder jetzt dann im sechste Woche und kann mir nichts anderes vorstellen als Schulleiter an dieser Schule zu sein?
00:22:11: Und ihr macht es nach wie vor Spaß?
00:22:13: Ach ja, also nicht an dreihundertfünfundsechzig Tagen.
00:22:15: Aber ich würde jetzt mal sagen, grob an drei hundertzwanzig Tage habe ich richtig Bock.
00:22:20: und dann den anderen Tag sage ich, aber ich glaube das geht ja jedem im Arbeitsprozess so wenn ich jetzt sagen wird als ich für jeden Tag super lustig gut gelaunt.
00:22:29: Ne, da gibt natürlich auch Tage wo man sich arg hat.
00:22:31: Da kommen wir vielleicht nachher noch drauf, wenn wir über Stadtverwalt umsprechen.
00:22:36: Da gibt's einiges, aber wir sind auf einem guten Weg.
00:22:40: Aber das ist meine Berufung, mein Traumjob und ich möchte nichts anderes machen.
00:22:46: Ich glaube, ich kann auch nix anderes.
00:22:48: Dann schon mal vielen Dank für den Einblick desfalls sehr ausführlich!
00:22:51: Und ich habe ganz viel gelernt noch einmal über dich als meinen Gemeinderatskollegen und ehemaligen Lehrer aber auch... ...aber du machst auch ganz wie anderes noch an Friedrichshafen weil du bist ja doch immer etwas umtriebig sage ich mal.
00:23:01: Deswegen hast du eine ganz andere E-Signämter außerhalb der Schule angenommen oder zwangsläufig ist es in Friedrichshafen auch ein bisschen verwoben?
00:23:07: Also Ehrenamt, ich war mal beim FC Friedrichshafen im Vorstand.
00:23:13: Mein Fußballverein auch schon immer bei mir gegenüber an der Schreien Esch und aber irgendwann hatte ich da genug und bin dann irgendwie... Da muss ich da ihres Engelmann auch immer noch dankbar sein weil die hat gesagt ah Seehasen fest, oh das ist nicht zu sehr, du bist doch Häfler!
00:23:33: Seehasenfest willst nicht du das übernehmen als dein Part?
00:23:37: Klar.
00:23:38: Und dann bin ich da in diese Seehasen-Geschichte reingerutscht und habe zuerst mal mich an der Schule ums Seehasenfest gekümmert, und hab dann relativ schnell wurde ich angesprochen ob ich den Freitagsevent im Stadion damit helfen kann und den Sportturnier helfen kann oder moderiere.
00:24:00: Das habe ich eine Saison lang gemacht.
00:24:02: ... ein Telefonat in meinen Konrektorat.
00:24:08: Ja, der Doktor Dallag ist am Telefon und dann hat mich der Doktor Dallach angerufen... ... damals Präsident des Seersen Festausschusses um das Präsidiums.
00:24:18: Und er hat mich angefragt ob ich ins Präsidium kommen möchte, um dort mitzuarbeiten.
00:24:24: Und so habe ich gesagt, egal was natürlich mache ich das große Ehre also toll.
00:24:32: Was hast du dann gemacht?
00:24:33: Da hab ich
00:24:34: den
00:24:37: in Ressorts aufgeteilt.
00:24:38: Ich hatte das Ressort festzugt, das habe ich von einem großen Vorbild von mir übernommen vom Josef Brugger, damaliger Leiter der Pestalozzi-Schule und hab fortan dann ein paar Jahre lang den Festzug organisiert, Gruppen eingeladen und Aufstellung gemacht mit den Schulen gesprochen.
00:24:58: Dann war irgendwann mal ... des Präsidenten war kannt und dann haben wir uns im
00:25:05: Gremium.
00:25:06: Herr
00:25:07: Dollak ist in Ruhestand gegangen?
00:25:08: Ja, der war auch
00:25:08: eine Leiter damals
00:25:09: noch
00:25:10: vom GZG.
00:25:12: Aber da gab es in der Zwischenzeit den Robert Ackermann.
00:25:18: Der war Konrektor an der Ludwig Dörrschule und der hatte das dann übernommen... Und er hat uns durch zwei abgesagte Feste durch die Pandemie gebracht hat dann aber irgendwann gesagt, erstellt das Amt zur Verfügung.
00:25:34: Und dann war klar dass wir das außer also innerhalb des Präsidiums, dass wir da versuchen das dazu behalten und habe ich gesagt, ich würde das sehr gerne machen, aber ich kann es nicht alleine weil das ist inzwischen ein Amtes wirklich sehr umfangreich ist.
00:25:49: und hab die Christine Wagershauser gefragt Schulleiterin der Grundschule für Spach ob sie sich's vorstellen könnte mit mir das zusammenmachen?
00:25:56: Die hat gesagt ja ich würd' das auch gerne machen.
00:25:58: Und seitdem sind wir ganz SPD-mäßig, das darf ich nicht sagen.
00:26:02: Kannst du mal rausschneiden?
00:26:03: Ganz SPD-mäßig Doppelspitze.
00:26:06: Was habt ihr eingeführt als Novum dann?
00:26:07: Das haben wir eingefört und im Gemeinderat vorgeschlagen.
00:26:10: Es ist festgeschrieben dass wir das so machen dürfen Haben das jetzt, haben das vierte Fest jetzt miteinander organisiert und sind fröhlich dabei.
00:26:22: Und versuchen es fest immer wieder ein bisschen weiterzuentwickeln natürlich immer unter der Berücksichtigung der Tradition.
00:26:28: Ja wenn man so dann dabei ist, dann lernt man ja Leute kennen und dann guckt man in den Gemeinderat und dann liest mal noch aufmerksam die Zeitung und dann ist meine alte liebe SPD dann dazu gekommen.
00:26:42: ich habe mich dann auch irgendwann mal getraut Mitglied zu werden.
00:26:46: Weißt
00:26:46: du noch wann?
00:26:48: Oh, ich glaube das müsste gewesen sein.
00:26:55: So zehn Jahre her ungefähr glaubt
00:26:57: das oder siebzehn.
00:26:58: Ich weiß es nicht mehr auswendig ja und dann habe ich mich da ein bisschen engagiert.
00:27:04: aber ich sage jetzt mal eher noch zurückhaltend war bei paar Versammlungen und wurde dann aber schon in der letzten Runde Gemeinderat angefragt ob ich mir vorstellen könnte zu kandidieren und hab dann aber abgesagt, weil ich die Sorge hatte gewählt zu werden.
00:27:22: Ich konnte es mir damals nicht vorstellen, ich war Frischulleiter ... da waren die Schäfchen noch nicht im Trockenen zu sagen okay, ich kann das machen.
00:27:31: Ich weiß nur der Norbert Zeller.
00:27:33: Dann habe ich damals angerufen und gesagt Norbert, das tut mir leid, das schaffe ich nicht.
00:27:38: Hab dann aber gesagt, die nächste Runde kann ich mir dann vorstellen.
00:27:43: Seitdem arbeiten wir ja ein bisschen enger zusammen und ...?
00:27:49: Ja,
00:27:51: war die Wahl.
00:27:51: Und hat geklappt in beide Gremien mit großem Eifer hier im Friedrichshafen im Gemeinderat jetzt seit zwei vierundzwanzig und genau so große Stäfer auch im Bodenseekreis im Kreistag.
00:28:05: Wie war das für dich in dieses Gremium reinzukommen?
00:28:07: also du hast als erstes Präsident wahrscheinlich schon mit dem Gemeinderat zu
00:28:10: tun.
00:28:10: Wir haben das dann für dich in dieses Gremium aufgenommen und zu werden, da sitzen ja vierzig Leute aus ganz verschiedenen Richtungen über eigentlich so alles was in der Stadt abgeht entscheiden?
00:28:19: Ja also ich glaube am Anfang natürlich als Greenhorn orte man erst mal ab und guckt mal aber es ist glaube ich ... Kledo kommen da fröhlich auf einen zu und das ist, ich sag jetzt mal so auch parteiübergreifend.
00:28:38: Ist es eigentlich so dass man gemeinsam für die Sache ist?
00:28:42: Also es ist sehr sachorientiert.
00:28:44: klar gibt's manchmal so ein bisschen Parteigeklüngel und so.
00:28:47: Das ist glaube ich auch ganz normal.
00:28:49: aber insgesamt war ich eigentlich überrascht wie sehr im Konsens viele Entscheidungen getroffen werden, weil die Leute immer das Wohl der Staat im Blick haben.
00:28:59: Klar gibt es Streitpunkte und klar schreitet man auch um Haushalt und um Geld und um Projekte, die man verwirklichen muss – zwischen natürlich aber auch so dass wir in unserer Legislatur eher darum streiten oder diskutieren, was wir nicht machen.
00:29:16: Wo wir auch ein bisschen sparen müssen weil einfach das Geld gerade so an allen Ecken und Enden fehlt und priorisieren müssen.
00:29:23: Es ist aber auch ein ganz spannender Prozess, das zu beobachten.
00:29:27: Wie sich da eine Verwaltung darauf einlässt und wie man da schon sehr genau guckt dass am Ende des Tages die Projekte laufen und dass wir vor allem aber auch die Finanzen im Blick haben.
00:29:42: Machen wir jetzt in der neuen Haushaltsrunde.
00:29:45: Das ist auch wieder fest im Blick.
00:29:46: und ja, es war aber einfach auch toll das da zu sitzen und zu entscheiden.
00:29:50: Ich bin ja vorher immer nur oben auf der Tribüne gesessen oder immer am Bewerbergespräch vorne und habe dann den Fragen gelauscht von aufmüpfigen Jugendgemeinderäten ...
00:30:03: Da war ich noch Jugendgemeindereit?
00:30:04: Ja, da war ich nicht mehr ein
00:30:05: Gemeinderat.
00:30:06: Mathe hat freche Fragen gestellt Aber dann tatsächlich auch Herrn Brandt noch zu erleben.
00:30:15: Also ich will jetzt nicht sagen Eminence, aber ja also der hat lange die Stadt regiert und den Wechsel zu Simon Blümke zu erlebten, den Wahlkampf auf und die anderen Wahlkämpfe.
00:30:30: Das ist total aufregend neues Feld.
00:30:33: Ich habe wahnsinnig viel gelernt, ich hab wahnsinn.
00:30:40: Landrat Breion hat gesagt, die Vorlagen fürs Klinikum im Kreistag waren zweieinhalb Tausend Seiten.
00:30:45: Ich will jetzt nicht lügen aber ich habe jede dieser Seiten gelesen und ich hab mir alle verstanden vielleicht die Hälfte weil es einfach auch kompliziertes Zeug ist.
00:30:53: Aber ja man liest viel und man lernt unheimlich viel.
00:30:55: Ja
00:30:56: absolut!
00:30:57: Bevor du zu den Themen kommst und zu den Thesen die mitgebracht hast was hast du denn für Posten-Inhänge gehabt?
00:31:01: Du hast gerade schon gesagt Klinikum war ein Thema für dich Denn du warst eben
00:31:06: aufsichtsrat vom MCB.
00:31:08: Das heißt, dass sich das Gremium die wichtigen Dinge für das Klinikum entschieden hat.
00:31:13: Und da war es dann auch so, dass bis letzten November dieses Gremiums bestand, bevor eben auch des Klinikums zurückgegeben wurde an den Kreis und da haben wir tatsächlich schon auch wichtige Dinge entschieden.
00:31:29: was Tatnang betrifft, was Mitarbeiter betriffe und ich dachte jetzt nicht so aus dem Nähkästchen-Blautern, weil da ist natürlich auch dort Verschwiegenheit drin Aber das war schon echt auch super spannend und viel und kompliziert.
00:31:42: Also wenn man sich so denkt, manche Dinge sind doch so einfach... Helikopter oder Christoph, der kann auch da einfach weiter landen.
00:31:50: Das ist doch gar kein Problem.
00:31:53: Wenn man in den Hintergrund guckt und schaut was es da alles für Vorschriften und natürlich dann auch für finanzielle Mittel und für juristische Hintergründe gibt, dann ist man doch immer wieder überrascht.
00:32:06: Und das ist tatsächlich die Komplexität der Dinge.
00:32:10: für einfache Sachen ja?
00:32:12: Das ist das, was wir glaube ich Unseren Zuhörern, unseren Wählerinnen und Wählern und den Bürgern auch gut erklären müssen.
00:32:20: Weil die Dinge sind wahnsinnig komplex... ...und die Entscheidungen sind nicht so einfach wie man sich es vorstellt.
00:32:25: Und da war ich glaube da auch ein bisschen blauäugig, da reinzugehen und sagen das entscheidet man jetzt einfach ja?
00:32:30: So ne dann muss man ganz viele Dinge im Blick behalten.
00:32:34: Vor allem ganz viel juristische Punkte und schauen ob Dinge gehen weil es gibt oder es gibt fast nix, wofür's keine Vorschrift gibt.
00:32:41: Und muss man alles im Blick behalten als wahnsinnig kompliziert.
00:32:45: und da muss ich allen Stadträtinnen und Stadträten eigentlich auch einen Kompliment machen das die meisten immer super vorbereitet sind und auch gut diskutieren und die Dinge im Blick haben und dann auch gute Entscheidungen getroffen werden.
00:33:01: Das ist ja mein Eindruck!
00:33:02: Du warst da drin, weil du entsendet wurdest von uns.
00:33:04: Weil diese Aufsichtsrate setzen sich zusammen eben nach der Stärke des Gemeinderats und du warst praktisch unser Vertreter von der Fraktionsgemeinschaft SPD-Linke in diesem Aufsichtsrat und würdest deinen entscheiden, weil das Klinikum damals noch in Händen der Stadt war.
00:33:16: Das hat sich jetzt erledigt.
00:33:17: Jetzt geht es ja an Armeos.
00:33:18: tatsächlich, deswegen bist du daraus.
00:33:20: Du hast aber auch andere Posten bekommen.
00:33:22: Genau!
00:33:22: Ich bin Mitglied im Aufsichtsrat vom Zeppelin Museum, auch eine ganz tolle Aufgabe des Zeppelin Museum zu begleiten.
00:33:31: Da hat es jetzt einen Wechsel gegeben in der Leitung.
00:33:34: da ist so ein bisschen frischer Wind.
00:33:37: Da gibt's einfach die Möglichkeit mit Ausstellungen und Veranstaltungen ein bisschen näher noch an die Bürgerschaft zu gehen, da hat man das Gefühl dass sich das etwas entfernt hat.
00:33:49: Und da bin ich froh und glücklich, dass ich damit dabei sein darf.
00:33:53: Das so ein bisschen als Aufsichtsrat eben mitentscheiden zu dürfen und freue mich auch auf jede Sitzung umzuhören was da wieder gemacht wird.
00:34:02: Natürlich sind da einfach auch nur Projekte in der Pipeline.
00:34:06: Also machen wir jetzt vorm Haushalt nicht auf, aber dann neue Gebäude Kunstmuseum Stadtmuseum.
00:34:12: es gibt so viele.
00:34:13: also man kann natürlich wahnsinnig viel machen.
00:34:15: Aber klar haben wir jetzt Pflichtaufgaben die müssen abarbeiten.
00:34:18: aber dann müssen wir wieder an Kunst und Kultur denken.
00:34:22: Ich glaube das zu dringend Not Und ich will dann einfach eine Lanze brechen für dieses wunderbare Team dass da gerade arbeitet.
00:34:29: Das sind wunderbare Leute So tolle Ausstellungen machen.
00:34:34: Neue Ausstellung oder die läuft noch, ja unbedingt noch an gucken.
00:34:39: Zeppelin unter dem Hakenkreuz unbedingt reingehen anschauen.
00:34:44: Gefühltewahrheit.
00:34:45: Ja, super
00:34:45: spannend!
00:34:46: Wahnsinn, superspannend mit ganz tollen museumspedagogischen Elementen, die man jetzt so in einem Museum nicht erwartet.
00:34:53: also unbedingt hingehen.
00:34:55: Sehr schön.
00:34:56: Ansonsten sitzen wir zusammen im FVA, dem Finanz- und Verwaltungsausschuss.
00:34:59: Deswegen gucken wir immer so ein bisschen aufs Geld und die Verwaltung um wie das funktioniert Und da können wir aber noch besser drüber sprechen wenn wir auf unsere Themen gehen.
00:35:06: oder deine Themen gehen denn ich habe dich gebeten drei Thesen mitzubringen... ...die du einfach aufgestellt hast wo du gesagt hast Das ist meine gefühlte Wahrheit, dass es meine These für Fritteshafen oder das sehe ich so was ist denn deine erste These zu oder über Frittigshafen?
00:35:21: Also die erstetese, die ich aufgeschrieben habe war wer bei Schulen spart zahlt später doppelt.
00:35:26: Das ist einfach so dass ja wir merken das im Moment ein bisschen.
00:35:32: Ich glaube vor dem Hafen und es ist keine gefühlte Wahrheit sondern das kann glaube ich jeder sehen der Schulen von innen betritt.
00:35:40: Wir haben wenig Geld in unsere Schulen investiert d.h.
00:35:44: wir müssen unsere Schulen auch Vordermann bringen.
00:35:47: Wir müssen schauen, dass bestimmte Dinge einfach laufen.
00:35:50: Das sind über Verglasungen, über Böden, über Anstriche, über Ausstattung von Räumen, über naturwissenschaftliche Räume und mehr Räime die wir dringend brauchen um Schulkonzepte abzubilden.
00:36:06: Ich glaube da müssen wir einfach schauen das wird es hier hinbekommen Und dafür müssen wir Geld ausgeben und das können wir nicht einsparen.
00:36:15: Natürlich auch beim Personal, da sind wir schon auf einem guten Weg weil wir natürlich uns hier an der Stadt auf den Weg gemacht haben, Ganztageschulen im Grundschulbereich zu werden und es natürlich pöa-pö auf Sekundarschulen ausweiten wollen.
00:36:30: Das ist eine sehr spannende Aufgabe Und da müssen wir ran und Geld investieren.
00:36:37: Das ist zunächst teuer, Schulen zu bauen.
00:36:39: Es ist eine teure Aufgabe aber auch eine Pflichtaufgabe die wir erfüllen müssen.
00:36:46: Da sind wir jetzt dabei zu priorisieren und ich hoffe dass das tatsächlich auch im Haushalt Und in den Haushaltsberatungen, die jetzt anstehen.
00:36:55: Dass da die Schulen berücksichtigt werden.
00:36:57: aber ich bin froh und mutig.
00:36:59: Wir bauen ja jetzt schon oder wir sind gerade dabei.
00:37:01: Ich glaube es ist aktuell dann auch ein Thema mit der Albert-Märkland Schule im Kultur- und Sozialausschuss.
00:37:08: In der Kaserne draußen bauen dieses eine Gebäude um für die Albert- Märklandschule dass die da Platz hat und zu einer tollen Ganztagsschule sich entwickeln kann.
00:37:17: Und haben natürlich zwei andere Schulen noch im Blick.
00:37:20: das Natürlich auch die Kraftsoten.
00:37:23: Die brauchen dringend Räume für die Oberstufe und natürlich meine Schule, ich nenne mich zum Schluss.
00:37:30: Ganz bescheiden?
00:37:31: Die Schreienerschule?
00:37:32: Nein, ich will nicht bescheidend sein!
00:37:33: Wir brauchen dringschulräume.
00:37:34: Woran
00:37:35: fehlt es da
00:37:36: an allem?
00:37:37: Wir haben im Grunde genommen für die Sekundarstupe Kanal-Auffenthaltsräume.
00:37:43: wir haben keine Differenzierungsräume mehr weil überall Kinder drin sitzen.
00:37:47: ja also wir sind wahnsinnig groß knapp siebenhundert Schüler jetzt, wir brauchen dringend Räumlichkeiten um unser Schulkonzept abzubilden.
00:37:56: Wir sind eine Gemeinschaftsschule das heißt wir unterrichten auf unterschiedlichen Niveau-Stufen.
00:38:01: Das heißt es findet nicht alles gleichzeitig statt.
00:38:05: Wir müssen Kinder auslagern in Differenzierungsräume auf Flure, auf Gänge die bespielbar sind und dazu brauchen wir dringende unseren Schulneubau unsere Mensa die einfach an ihre Krawatitätsgrenze ist, wenn es ein Ganztageschule und unsere Kinder sollen bei uns Mittag essen.
00:38:25: Das funktioniert auch nicht... Also ja das funktioniert schon aber es ist Essensaufnahme, es ist kein qualitätsvolles Essen und Essen kann man pädagogisch machen.
00:38:32: Man kommt
00:38:33: nicht zur Ruhe?
00:38:33: Nein, man kommt nicht zu Ruhe.
00:38:34: Das ist keine Pause.
00:38:36: ich nehme Essen auf, ne?
00:38:37: Ich nehme Nahrung zu mir Und alles schon geplant.
00:38:42: Ich muss aber dazu sagen wir wären eigentlich längstens schon gebaut Aber ist natürlich alles schwierig.
00:38:48: Das gibt den Naturschutz, es gibt den Artenschutz.
00:38:51: Es gibt den Denkmalschutz und den Hochwasserschutz.
00:38:54: Und das hat uns ein bisschen in die Karten gespielt.
00:38:59: Hat ganz viel Zeitverzögerung gesorgt.
00:39:03: Zwischendurch geht uns dann auch noch das Geld aus.
00:39:05: Jetzt sind wir natürlich an einer Stelle, wo man schauen müssen, dass wir zu Partik kommen.
00:39:10: Aber ich habe Mut und Zuversicht... Dass wir in der nächsten Haushaltsrunde das jetzt auch beschließen und dass wir dann an die Arbeit gehen können.
00:39:19: Wir stehen mit fertigen Plänen eigentlich schon da, und können es auch sofort pädagogisch bespielen.
00:39:29: Also wir bleiben vorsichtig optimistisch, denn unsere Bürgermeister haben ja auch angekündigt sich darum zu kümmern.
00:39:34: Also unser neuer Urbürgermeistersin beim Blümke als auch der Baubürgmeister Julius Miem haben gesagt schugeln kommen jetzt.
00:39:39: Dementsprechend müsstest du es ja jetzt bald vorwärts gehen, wenn der Gemeinderat das auch so beschließt.
00:39:43: Tragen
00:39:43: wir nach warum zahlt sich also zahlt später doppelt?
00:39:48: letztlich ist es ja so.
00:39:49: durch hervorragende Schulen und durch gute Schulbildung haben wir natürlich hier auch ich sage jetzt mal Fachkräfte von morgen die sitzen vor uns.
00:39:59: ja wir müssen sie nur ordentlich ausbilden.
00:40:02: nicht dass ich jetzt sag die werden bisher nicht ordentlich machen schon auch gute Abschlüsse, aber die könnten eigentlich noch besser ausgebildet werden.
00:40:10: Noch enger vernetzt mit unseren Betrieben, noch enger vernetzt mit den Dingen, die es hier gibt – mit der Wissenswerkstatt!
00:40:17: mit unserem Medienhaus am See.
00:40:20: Also es gibt so viele tolle Dinge, wir müssen sie jetzt auch noch räumlich abbilden und dann haben wir einfach die Möglichkeit dass wir über toll ausgestattete Räume einfach auch noch Personal hier an die Häfler Schulen bekommen.
00:40:33: ja weil klar wir sind eine durchmischte Schülerschaft hier.
00:40:37: das ist manchmal nicht ganz einfach und deshalb ist es manchmal schon auch schwierig ich sage jetzt mal Lehrkräfte herzubekommen und hier in die Schulen zu bekommen, um hierzu unterrichten.
00:40:48: Weil die dann sagen ja okay also... Die andere Schule hat eine tolle Mensa- und tolle Aufenthaltsräume, leere Arbeitsplätze Und das können wir alles im Moment nicht bieten.
00:40:59: Und das wäre ein großer Wunsch, dass es endlich gut funktioniert.
00:41:02: Weil das ist unsere Zukunft.
00:41:04: Also da bin ich ja ganz eigensinnig und sag die müssen ja später mal meine Pension bezahlen.
00:41:08: Das ist ja so.
00:41:09: also kann sein nicht ändern und die sollen tolle Jobs kriegen.
00:41:12: Die sollen hier Qualität abliefern in unseren tollen Betrieben, die sich auch umstellen, die glaube schon auch ein bisschen weg von der Produktion gehen eher hin auch zu Dienstleistungen.
00:41:23: Da muss man anders ausgebildet sein.
00:41:27: Wir Schulen haben unglaublich Lust dazu, das zu tun.
00:41:31: Aber wir brauchen unser Handwerkszeug dazu und es hat mich zu dieser These getrieben.
00:41:36: Wunderbar!
00:41:37: Da spielt ja auch ein bisschen mit rein, dass die Lehrerinnen und Lehrer, die dann hier nach Friedrichshafen kommen und die unterrichten sollen ja auch entsprechend Wohnungen brauchen.
00:41:42: Und in Friedrichshafen ist er nicht ganz günstig und es führt uns glaube ich direkt zur zweiten These.
00:41:46: was hast du noch mitgebracht als zweite These zu Friedrichsafen?
00:41:50: Ja, Friedrichsshafen darf keine Stadt nur für Gutverdienende werden.
00:41:53: also... Ich glaub' es muss möglich sein hier an der Stadt ... wohnen und leben zu können, ohne dass ich... Ich sag jetzt mal ein überbordendes Gehalt mit nach Hause bringen.
00:42:05: Also es müsste mit einem mittleren Einkommen, Mama und Papa gehen arbeiten, müsste es möglich sein hier eine gute Wohnung zu finden die zu einem ordentlichen Preis ist und sich dann auch alles andere leisten zu können.
00:42:21: das heißt also was weiß ich, schulnei Sachen wie Geigenunterricht oder ein anderes Musikinstrument.
00:42:29: Oder Vereine oder andere Tätigkeiten die man hier natürlich am See machen kann.
00:42:34: Ich finde das finde ich super super wichtig.
00:42:36: aber was wirklich wichtig für mich ist dass der Wohnraum bezahlbar wird.
00:42:41: und da sehe ich im Moment das größte Problem.
00:42:44: Ich höre immer wieder auch in der Schule von Familien die Wohnungen suchen und die einfach nur einen Betrag X bezahlen können Und das ist wirklich schwierig hier in der Stadt.
00:42:56: Deshalb brauchen wir einfach Wohnungen, dass sich die Menschen hier das Leben leisten können.
00:43:01: Weil es ist ja so ... Diejenigen, die hier das leben am Laufen halten, müssen sich das Leben hier auch leisten können.
00:43:09: also... Das heißt ich muss mir mit einem Gehalt, dass ich bei ZF oder MTU oder anderen tollen Betrieben oder auch hier an der Dienstleistung muss ich mir das Leben her leisten können und dafür müssen schon auch Wir als Stadt sorgen, wir haben ja städtische Wohnbaut zum Beispiel.
00:43:26: Wir müssen gucken dass wir Wohnungen bauen die bezahlbar sind und das sehe ich uns in der Stadt, in der Pflicht.
00:43:32: Ich glaube wir tun da schon auch was aber ich glaube können auch mehr tun Zum Beispiel bei der Vergabe von Baugebieten oder von Grundstücken.
00:43:40: Das wird da einfach sagen, du bekommst dieses Grundstück nur mit Baurecht wenn du hier Wohnungen reinbaust die zu einem guten Preis erhältlich sind unter der
00:43:50: üblichen Vergleichsmiete und dem Mietniveau.
00:43:52: weil das ist natürlich die Schwierigkeit.
00:43:53: wir sind Zuzugsregion.
00:43:54: Wir haben beste Lage Wenn's da unten sehen, fast den Boden.
00:43:58: sie jetzt minusiert gerade nicht.
00:43:59: Aber ansonsten natürlich in vielen, vielen Lagen und deswegen Leute kommen gerne her.
00:44:02: Leute verdienen auch viel Geld und dementsprechend steigen auch die Mieten.
00:44:05: aber die kann sich jeder leisten.
00:44:06: Da müssen wir als Stadt vor allem institutionell was tun.
00:44:09: Und da sind wir zum Glück hier und da dran?
00:44:12: Ich glaube ja und dann glaubt das ist ein bisschen unser Thema unsere Fraktion nicht nur aber auch und ich glaube schon dass es wichtig ist weil wohnendes treibt die Menschen um.
00:44:24: wenn ich irgendwo außerhalb wohnen muss und dann hier rein pendeln muss, oder zur Arbeit pendeln.
00:44:30: Das ist dann schon eher schwierig und wir wollen die Leute, die hier arbeiten ja auch hier in der Stadt als Stadtgesellschaft haben.
00:44:35: Wir wollen dass sie hier sind und dass die hier in Restaurants gehen und in Kneipen gehen und nur so entsteht ja auch Handel und so hat dann auch irgendwie jeder sein Auskommen.
00:44:46: wenn ich für mich saufen nur zum Arbeiten hier habe und dann wieder auspendeln und mein Geld dann ich sag jetzt mal im Umland ausgebe in der Freizeit Dann bringt uns das ja nicht weiter.
00:44:57: Und dann ist das Geld halt woanders hin getragen.
00:44:59: Ich finde, hier in der Stadt gibt es so tolle Angebote.
00:45:03: Lass die Leute hier wohnen zu ordentlichen Preisen und dann wird's vielleicht auch wieder ein bisschen lebhafter in der Innenstadt, weil da schöne kleine Geschäftchen sind, in denen man gehen kann und einkaufen können.
00:45:14: Sehr gut!
00:45:15: Also die These Wahfriedeshafen darf keine Stadt nur für Gutverdienende werden.
00:45:19: und damit kommen wir zur dritten.
00:45:20: Das ist auch schon ein bisschen angeteasert worden.
00:45:22: was ist eine dritte These?
00:45:24: Stattgesellschaft braucht mehr als Straßen- und Gebäude.
00:45:28: Das ist glaube ich das, was für mich zentral.
00:45:32: eine Stadt lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger.
00:45:35: Und wir haben so viele tolle Vereine und Initiativen.
00:45:38: Wir haben Kultur und Sport!
00:45:40: Wir haben Schulen und Kirchen, wir haben Hilfsorganisationen... ...wir haben Feste und Veranstaltungen und da ist das Ehrenamt keine nette Ergänzung sondern es ist ein zentraler Bestandteil der Stadtgesellschaft finde ich Und das kulmoliert sich immer, glaube ich am schönsten Kinder- und Heimatfest in Süddeutschland.
00:46:00: Am Seehasenfest, weil da sind so viele Vereine und Vereinigungen, Blaulichtfraktionen, Vereine die Stände da unten haben oder Veranstaltungen machen, Dialoge kann gar nicht alle nennen.
00:46:13: Die treffen sich alle an diesem Fest.
00:46:14: Das sind alle ehrenamtlich in der Stadt unterwegs.
00:46:20: was dieses Fest auch so toll macht und für ein Häfler eigentlich so einzigartig.
00:46:25: Ein Häfer kann im Routenfest nichts anfangen, weil das Routenfest ist als Routefest.
00:46:28: Die laufen damit Trommeln durch die Gegend... Bei uns sind die Vereine auf dem Fest.
00:46:36: Das merkt man und da sind viele dran diese Tradition, die es jetzt dann auch schon über seventy fünf Jahre gibt lebendig zu halten wenn man davon schon Tradition sprechen kann.
00:46:46: aber wir tun das.
00:46:50: Das Entscheidende ist aber und das finde ich immer am allerschönsten die Begegnung der Menschen auf diesem Fest.
00:46:57: Man sieht sich da unten, egal ob es jetzt... beim Digimosa, am Zeltisch, am Saftladen oder am Handballstand.
00:47:05: Oder für die jungen Leute hinten am Rummel.
00:47:08: Das sind einfach die Punkte.
00:47:09: da ist man an diesem Fest.
00:47:11: Da geht man hin und da trifft man diese Leute egal also man trifft jemandem.
00:47:15: Alle kommen wieder nach Hause?
00:47:17: Alle
00:47:17: kommen heim ja.
00:47:18: Also im Saftladen kriegt man am Freitagabend keine Luft mehr.
00:47:22: so viel ist da los und das ist einfach super.
00:47:26: Das ist zuhause für mich Das ist wichtig.
00:47:31: Was jetzt aber, wenn ich zurückführe auf das was wir dafür tun können als Stadt und ich glaube dass immer auch schon auf dem guten Weg Wir müssen das Ehrenamt noch stärker unterstützen weniger Bürokratie weniger so.
00:47:44: Ich brauche einen Antrag dafür oder ich brauche irgendwelche schwierigen Nachweise Dann brauchen wir verlässliche Ansprechpartnern.
00:47:51: dann ganz wichtig Und es ist glaube ich für viele viele Vereine des allerwichtigsten geeignete Räume Sportvereine, die wenig Hallenkapazität, Hallenplätze haben oder auch Vereine, wo sie sich treffen können.
00:48:08: Die Gäste sind in irgendwelchen Gaststätten und ich glaube da gibt es ganz schön viele.
00:48:15: Da müssen wir einfach gucken, dass wir die Vereine noch besser unterstützen und vielleicht gute Möglichkeiten finden.
00:48:22: Es gibt schon eine Idee, dass man einen Tool hat freie Plätze finden kann, in die man sich einbuchen kann.
00:48:30: Ich glaube das ist ja jetzt kurz vor der Form Release dass man es dann auch rausgibt, dass die Vereine sich das mal einfach guckt wo sind noch Freie Plätzchen?
00:48:38: Wo kann das ihren Amt sich da ausbreiten?
00:48:42: und natürlich ausreichend finanzielle Förderung.
00:48:44: aber ich glaube das sind unsere Förderrichtlinien sind da glaube ich auch schon richtig gut.
00:48:48: Aber klar jeder Verein könnte noch mehr Geld gebrauchen
00:48:51: Und trotzdem muss man einen Antrag stellen dafür.
00:48:55: Aber einfach keep it small and simple.
00:48:58: Großartig!
00:48:59: Vielen vielen Dank, dann sind wir mit drei Hesen durch und haben da ganz viel gelernt was wir Bausteinen haben.
00:49:03: aber wo wir auch schon gut sind würde ich sagen... ...und damit biegen wir eigentlich die letzte Runde ein.
00:49:07: vielleicht machen wir eine Schnellfrage-Runde draus?
00:49:09: Was ist denn aktuell dein größtes...?
00:49:11: Highlight, eben nur der Umfrischhafen.
00:49:13: Mein Highlight heute Morgen, Zeitung aufgemacht, Interview von unserem Baubürgermeister Julius Miem gelesen.
00:49:20: in den ersten drei Sätzen erwähnt er die Schulen dass eigentlich das wichtigste Projekt sind und da hüpft mein Herz weil dann freue ich mich weil das für unsere Schulen und für die Kinder hier in der Stadt einfach was Tolles ist.
00:49:33: Erinnerungen nochmal an TC-I Wir profitieren alle von dem Thema Bildung und guten Schulen.
00:49:39: Und das passiert, indem wir sie bauen.
00:49:43: Sehr gut!
00:49:44: Dann hast du auch ein Lowlight was es aktuell nicht positiv für dich?
00:49:48: Ja also ich will jetzt gar nicht auf dass das Wahlergebnis mich rückbissen sondern ich glaube es ist insgesamt wenn man so auch im Netz liest oder auch in Zeitungen liest unterwegs ist, das ist so diese zunehmende Aggressivität in politischen und gesellschaftlichen Debatten.
00:50:09: Schwierig wenn man schon diskutiert.
00:50:11: also man versucht ja auch schon wenig aufs Politische zu gehen.
00:50:15: Freundeskreis muss ja aufpassen inzwischen schon was man sagt.
00:50:19: aber ich finde hart über Inhalte zu streiten.
00:50:23: es gehört zur Demokratie.
00:50:25: Problematisch wird es aber, wenn man Menschen abwertet.
00:50:29: Wenn Parolen wichtiger werden oder so diese Stimmung als Fakten und wenn Respekt an Sachlichkeit verlogen gehen.
00:50:37: Und das schadet der Demokratie und auch unserem Zusammenleben.
00:50:41: Das habe ich so in der letzten Zeit, wenn wir so Fernsehdebatten angucken ... Ich denke mir, das muss anders gehen.
00:50:49: Wir müssen da wieder zusammenwachsen und es aushalten, dass jemand auch eine andere Meinung hat.
00:50:56: Die Meinung hat Grenzen.
00:50:58: Genau!
00:51:01: Es gibt eine andere meinung die hat grenzen ja?
00:51:03: Die gibt uns unsere Verfassung des Grundgesetz vor.
00:51:06: in diesem Rahmen können wir hart... wirklich hart diskutieren und andere Meinungen haben und streiten.
00:51:12: Aber das muss uns gelingen, ja auch mit Leuten die jetzt nicht in unserer Partei sind und von der anderen Ecke kommen so.
00:51:19: Und das würde ich mir wünschen und es ist... Das bedrückt mich im Moment so und es beschäftigt mich auch ein bisschen.
00:51:24: Aber zurück zur sachlichen Debatte.
00:51:26: also?
00:51:27: Ja!
00:51:27: Sachliche Debatte und in die Augen gucken und haupt miteinander streiten und danach einen Getränk zu sich nehmen.
00:51:36: Das kann Bier sein oder auch was alkoholfreies, das muss ich jeder selber aussuchen.
00:51:42: Sehr gut!
00:51:43: Was stimmt dich denn dann zuversichtlich nach wie vor?
00:51:45: Ja also wir haben tolle Kinder.
00:51:48: Also ich sehe ja unsere Zukunft die sitzen ja vor mir.
00:51:51: Wir haben neugierige kreative interessante aufgeweckte tolle kinder und die sind alle gut so wie sie sind.
00:52:01: Die können alle wenn Sie zusammenhalten können die was Gutes hinbekommen.
00:52:07: Es muss nie jemand super gut sein, es braucht schon auch Supergute aber jeder kann sich so oft das verlassen, was er leistet und das bringt und das sieht man vor allem bei uns in der Gemeinschaftsschule weil wir da einfach so die Kinder solange begleiten und die können alle etwas, die sind alle wertvoll Und das stimmt mich schon wirklich, wirklich positiv.
00:52:27: Also wir haben tolle Kinder nur für Erwachsenen.
00:52:30: Wir haben jetzt die Aufgabe, die Kinder auch an die Hand zu nehmen und vielleicht ein paar Leitblanken aufzubauen, so bisschen in die richtige Richtung zu führen.
00:52:37: Das ist unsere Aufgabe.
00:52:39: Du hast dazu auch ein schönes Wort am Sonntag geschrieben?
00:52:41: In der städtischen Zeitung darfst du es machen und da hast du geschrieben jeder ist gut wie er isso!
00:52:46: Das war die Botschaft davon richtig?
00:52:47: Genau.
00:52:48: Es ist so.
00:52:49: Und jeder kann was.
00:52:50: Ja... Ja, das ist das Credo auch von unserer Schule.
00:52:57: Das ist uns wichtig und wir sind alle unterschiedlich.
00:53:00: Wir sind bunt und jeder darf das sein.
00:53:02: Absolut!
00:53:03: Gut, so gut erletzt hast du noch ein Song der dich gerade begleitet?
00:53:07: Der dich immer in gute Ladung bringt oder der dich irgendwie mit deinem ganzen Engagement verbindet?
00:53:11: Ja, also ob das mich jetzt mit meinem Engagement verbindet.
00:53:16: Ich habe das Leben ist schön von Lea rausgesucht und es ist eine Filmmusik von Paddington in Peru.
00:53:22: Also da findet man's... Der Bär!
00:53:25: Paddingten der Bär, ältere kennen den noch?
00:53:31: Warum habe ich es ausgesucht?
00:53:32: Das war in unserem Seehasen-Theater eins der Lieder die unsere Kinder gesungen haben Und einfach mal reinhören, es ist ein Wohlfühls-Song und er ist einfach schön.
00:53:44: Der treibt mich um.
00:53:45: den höre ich sehr oft in letzter Zeit.
00:53:48: Sehr schön!
00:53:49: Das war ein tolles Ende.
00:53:50: Vielen vielen Dank dass du da warst lieber Kai, dass du die Zeit genommen hast.
00:53:53: Dass du uns so ausführlich erzählt hast über dich und über deinen Engagement und Toilettesen aufgestellt hast.
00:53:57: Ich sag vielen vielen dank.
00:53:58: Ich bedanke mich bei allen die zugeschaut haben und zugehört haben und ich überlässe dir die letzten Worte was auch immer jetzt noch von dir kommt.
00:54:04: Ja ich zitiere den Werner Nuba Hörer drehen, es ist gut.
00:54:09: Gut!
00:54:10: Vielen Dank!
00:54:11: Tschüss!
00:54:11: Ciao!
00:54:13: Das war Zwischendurch persönlich mit Keinopper aufgenommen am achten September.
00:54:19: Danke fürs Zuhören und wir freuen uns auf jeden Fall über Rückmeldungen jeglicher Art gerne konstruktiv oder auch Fragen und Vorschläge für zukünftige Gäste gerne Persönlichkeiten aus Friedeshafen oder auch darüber hinaus ganz einfach per Mail an podcast hsbd-fredeshaften.de über Instagram oder alle anderen Kanäle.
00:54:39: Wir freuen uns über alles, sagen danke und bis zum nächsten Mal bei Zwischendurch persönlich!
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